Das Thema
Miteinander zugewandt leben – trotz allem ...
„Hierzu hätte ich gut und gerne meine Freunde und Bekannten einladen können“, meinte einer der Teilnehmer am Ende des Workshops. „Deep listening“ war das Thema – zu deutsch: „Tiefes Zuhören“. Rund 30 Personen waren am Samstag (25.10.25) in das Franziskushaus in Münster-Coerde gekommen.
FRAGEN IM WORKBOOK
„Was brauche ich, damit ich mit mir in Kontakt komme?
Was brauche ich, um mich wahrzunehmen?
Was brauche ich, um mich zu hören?“
FRAGEN IM WORKBOOK
„Was sind für mich persönlich wichtige Elemente des Zuhörens?“
Die beiden Referenten Anja und Thomas Wollinger (Solingen) erläuterte zu Beginn, was unter „deep listening“ zu verstehen ist. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Wirtschaft und wird in Seminaren häufig Führungskräften vermittelt, die ein Unternehmen erfolgreich entwickeln möchten. Aus der Spiritualität der Fokolar-Bewegung ist der Begriff des „Sich-Einsmachens“ bekannt.
„Deep Listening“
Der Begriff „Deep Listening“ ist 1988 entstanden und kommt aus der Musik. Erfunden hat ihn US-amerikanische Komponistin und Musikerin Pauline Oliveros (1932-2016). Sie erarbeitete eine alternative Musiktheorie und probierte, wie eine andere Art der Aufmerksamkeitsfokussierung in und durch die Musik gelingen kann.
• The ear hears, the brain listens, the body senses vibrations – zu deutsch: Das Ohr hört, das Gehirn hört zu, der Körper nimmt Schwingungen wahr.
• To hear is physical means that enables perception – zu deutsch: Hören ist ein physischer Vorgang, der die Wahrnehmung ermöglicht.
• To listen is to give attention to what is perceived acoustically and psychologically – zu deutsch: Zuhören bedeutet, dem akustisch und psychologisch Wahrgenommenen Aufmerksamkeit zu schenken.
„Im Zusammenspiel geht es nicht darum, dass jeder unabhängig von anderen die richtigen Noten spielt. Es geht darum, wie wir aufeinander bezogen spielen. Das macht eine Note dann richtig oder falsch.“
Miles Davis (1926-1991), US-amerikanischer Jazz-Musiker
FRAGEN IM WORKBOOK
„Mein „Trotz allem …“
Was kann ich dem entgegensetzen? Kann ich aktiv werden? Kann ich es aushalten?
Die Rückmelde-Runde
Stichworte
Kreativ bleiben und werden | Räume der Begegnung mit Menschen, die auf dem Weg sind | Mut haben, neue Wege zu gehen | Tiefgang | Studientag zu Chiara Lubich | Bedürfnisse benennen | Leben feiern | Visionen entwickeln | Neues wagen | meine Talente für die Gemeinschaft | wirkliche Offenheit | offenes Format finden für neue Menschen | Miteinander stärken
Die Referenten
Anja Wollinger
arbeitet als Präventionsfachkraft und Schulungsreferentin für Prävention vor (sexueller) Gewalt und Kinderschutz. Zur Zeit absolviert sie eine Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin. Zudem ist sie Ehrenamtskoordinatorin im Bergischen Kinder- und Jugendhospiz Burgholz in Wuppertal und in Solingen zuhause.
Dr. Thomas Wollinger
ist seit April 2023 als Innovationsmanager in der Bochumer Wirtschaftsentwicklung tätig. Als Pionier im Bereich der Automotive Security hat er in 2004 das Start-up ESCRYPT mitgegründet und zur heute weltweit führenden Marke für Fahrzeugdatensicherheit entwickelt. In den letzten Jahren war er tätig als Vice President der ETAS/Bosch für den Bereich Cybersecurity Solutions, bevor er zur Bochumer Wirtschaftsentwicklung wechselte.